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Zwischenbericht zum Projekt Schünemannplatz
In der Sitzung des Stadtbezirksrates Ricklingen am 15. November 2007 wurde dieser Zwischenbericht zum Projekt Schünemannplatz von Friedhelm Seeberg (Stadtverwaltung LH Hannover) als Vertreter des Kooperationsverbundes Schünemannplatz vorgestellt.

Der Schünemannplatz
Ausgangslage
- Vielfache Beschwerden der Platzanlieger und Geschäftsleute wegen
Belästigungen, Aggressive Bettelei, Liegen auf Bänken, Hinterlassen von Abfall, Urinieren in der Öffentlichkeit
- Problemanzeige durch die Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine, Interessensgemeinschaft Ricklingen und dem Bezirksrat Ricklingen
Gründung einer Arbeitsgruppe „Alkohol auf öffentlichen Plätzen“ durch die Stadtverwaltung Hannover mit Beteiligung der Polizeidirektion Hannover
- Konzeptentwicklung durch das Karl-Lemmermann-Haus (KLH) im September 2005
- Maßnahmenbeginn im November 2005
- Einvernehmliche Nutzung des Platzes aller Gruppen und der Bevölkerung
- Öffnung der Toilettenanlage am Schünemannplatz
- Platzbetreuung durch sog. Arbeitsgewöhnungsmaßnahmen (AGH) oder 1Euro-Kräfte (10 Personen)
- Finanzierung durch die Landeshauptstadt Hannover, Bezirksratsmittel und Diakonisches Werk
- Bereits ab Mitte des Jahres 2006 ist eine deutliche Beruhigung des Platz-Geschehens zu beobachten
- Aufstellen von Platzregeln und die Überwachung durch die Platzbetreuer
- Erhöhte Präsenz der Polizei und vorbeugende Personenkontrollen
- Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Karl-Lemmermann-Haus, Stadtverwaltung, Bezirksrat Ricklingen, IG Ricklingen,Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine und Polizei
Darstellung aus polizeilicher Sicht

- Der Platz war und ist Sammelpunkt problematischer Nutzer
- Personen mit einer Suchtproblematik
- Problematische Jugendgruppen
- Die Folgen waren fast täglich Beschwerden aus der Bevölkerung wegen Belästigungen, Ruhestörungen und Verstöße gegen die öffentliche Ordnung
- Dementsprechend eine hohe Anzahl an Polizeieinsätzen zur Schlichtung von Konflikten
- Delikte sind in erster Linie
- Extensiver Alkoholkonsum führt zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe derproblematische Platznutzer (nicht gegen Außenstehende)
- Ursächlich durch eine hohe Anzahl (zielgerichteter und anlassunabhängiger) präventiver und repressiver Kontrollen auf dem Platz kommt es zu Feststellungen von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz
- Jugendtypische Delikte (z.B. Körperverletzungen)
- Seit Einführung von Platzbetreuern
- Deutliche Abnahme des Beschwerdeaufkommens
- Guter Kontakt zwischen Platzbetreuern und Polizei hat zur Folge, dass zeitnah und zielgerichtetereingeschritten werden kann
- Die sozialverträgliche Nutzung des Platzes ist deutlich gestärkt, er wird wieder vermehrt von anderen Personengruppen genutzt
- Polizeiliche Maßnahmen
- Unterstützung bei der Einhaltung der Platzregeln
- Konfliktschlichtung
- Durchführung polizeilicher Kontrollen, angepasst an die aktuellen Verhältnisse auf dem Platz
- Ständige Beobachtung des Platzes in Zusammenarbeitmit anderen Institutionen
Kooperationsverbund

- Weiterentwicklung des Projektes unter der Verantwortlichkeit
- Des Bezirksrates Ricklingen
- Der Interessengemeinschaft Ricklingen
- Der Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine
- Mit Unterstützung des Verbundes durch Karl-Lemmermann-Haus (als Maßnahmenträger)
- Stadtverwaltung (AG Alkohol auf öfftl. Plätzen und Vernetzte Dienste)
- Polizei (PI West und PK Ricklingen)
- Zielsetzung:
- Einvernehmliche Nutzung des Platzes sicher stellen
- Durch das Modell der Platzbetreuung durch AGH Kräfte unter Anleitung des KLH
- Öffnung der Toilettenanlage
- Einwerben von Sponsorengelder
- Überleitung des Projektes in eine nachhaltige Maßnahme
- Evaluation des Projekts durch externe Beratung
- Verantwortlichkeit für den Platz in die Zuständigkeit des Stadtteils geben
- Sachstand und Ausblick:
- Platzbetreuung und Toilettenöffnung ist sicher gestellt
- Platzsituation hat sich beruhigt
- Finanzierung durch Mittel der Stadt Hannover, Bezirksrat, Diakonisches Werk u. K-L-H bis Ende 2008
- Mittel für eine Projektevaluation werden beantragt
Online: 02.02.2008 - Aktualisiert: 30.07.2008
Fotos: Friedhelm Seeberg
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